| Die Übertragungen und Schenkungen an das Kloster durch die Markgrafen von Meißen übertrafen
bei weitem die der Burggrafen von Leisnig. Eine Beurteilung kann aber nur bei einem Vergleich mit anderen Klöstern erfolgen, und den kann ich hier nicht leisten. Nach 1365 verfügen die Markgrafen/Landgrafen/Herzöge/Kurfürsten wie Landesherren über das Kloster. Es wird zum Landstand. Differenzen werden durch Amtleute geklärt. Nach der Reformation wird auch über Recht und Besitz verfügt. |
|
| 1234 | Beauftragung des Markgrafen von Meißen durch Kg. Heinrich (VII.), das Kloster Buch im
Besitze der von ihm geschenkten Reichsgüter zu Frauendorf und Kuckeland zu schützen
(CDS IA/3, 499.) Diese Urkunde wird oft als Übertragung des Schutzes vom Reich an den Markgrafen interpretiert, steht aber im Widerspruch zur Urkunde 1234. Dieser Eintrag in einem Kopial des 16. Jh., zudem in deutscher Sprache, erscheint verdächtig. |
| 1247 | Erlaubnis zur Verfolgung von Straftätern durch Mgf. Heinrich. |
| 1277 | Erlaubnis zur Beschäftigung von Handwerkern in Großweitzschen nach der Beschwerde Döbelner Bürger. |
| 1286 | Verkauf aller Gerichte in Dörfern, die nicht zur Burggrafschaft Leisnig gehörten, mit den entsprechenden Auflassungen der Burggrafen von Meißen und Döben. |
| 1288 | Befehl, das Kloster nicht in seinem Besitz zu stören, mehrfach wiederholt. |
| 1333 | Verkauf der precaria in 7 Dörfern. |
| 1337 | Schutz des Besitzes (außerhalb der Burggrafschaft Leisnig) durch Lgf. Friedrich. |
| 1347 | Lehnbuch Friedrichs des Strengen: Beitrag zur Landbete durch folgende Klöster in Schock Groschen: Pegau 75, Altzelle 30, Grünhain 10, Buch 8, St. Afra zu Meißen 7, St. Thomas zu Leipzig 7. Nach der Heerwagenliste hat Kloster Buch einen Heer-Wagen zu stellen. Buch 1 currum. Die Burggrafen von Leisnig sind noch nicht mit erfasst. |
| 1370 | Leisnig, Haus und Stadt mit allem Zubehör einschließlich Kloster Buch sollten für 4000 Schock Groschen von den Markgrafen an Thimo von Colditz verkauft werden. Der Verkauf zerschlug sich jedoch, da vermutlich die Burg schon an Botho von Torgau verpfändet worden war ([TRUÖL (1927)], S.57). |
| 1371 | Regelung der Modalitäten des Gerichts in Wendishain durch Kunad von Trebsen im Auftrag von Mgf. Wilhelm. |
| 1378 | Registrum dominorum Marchionum Missnensium. Verzeichnis der den Landgrafen von Thüringen und Markgrafen zu Meißen jährlich in den wettinischen Landen zustehenden Einkünfte Claustrum Buch servit et hospitat. |
| 1391 | Vergabe als Leibgedinge. |
| 1445 | Der Abt mit Sitz auf der Prälatenbank der Landstände. Beschluss der Landstände in Vorbereitung der Landesteilung zwischen Kf. Friedrich II. und Hz. Wilhelm III., gegeben zu Leipzig im Jahre 1445. (Druck: Schwarz, Mantissa, LI. bei Mencke, Script. III, Sp. 1061-1066. Leipzig, 29. November.) Auf der Prälatenbank saßen die drei Bischöfe, die Äbte von Chemnitz, Saalfeld, Pegau, Johannes zur Zelle, Johann zum Buche, Nicolaus zum Grünhain, und der Abt zu Bürgel. |
| 1463 | Abt Martin als Pate von Friedrich dem Weisen. |
| 1465 | Tausch der Lehen an den Vorwerken in Wendishain und Gorschmitz. |
| 1466 | Schlichtung des Streits zwischen Belgern und Torgau um Braurechte. |
| 1485 | Leipziger Teilung. Das Kloster Buch und die Klosterhöfe Ammelgoßwitz und Lödla werden dem ernestinischen Teil zugeordnet. Belgern wird nicht genannt, da es im Kurkreis liegt und damit nicht zur Teilungsmasse gehört. (Thüringischer Teil, Seite 7). |
| 1497 | Besichtigung der Klostergebäude in Buch und Belgern durch kurfürstlich-sächsische Räte. Thüringisches HStA, Registrande Kk, N. 129, Schriften betr. die von dem Abt zum Berge und Probst zu Neuenwerk vor Halle angeordnete Besichtigung der Klostergebäude zu Buch und Belgern durch die churfürstl. Sächs. Räthe. (DELANG, et al., 2006, S. 73, Anm. 23). |
| 1504 | Erfassung der Kirche St. Matthäi im Amtserbbuch, betreut von zwei Mönchen aus Buch, mit Kapelle auf dem Schloss und Kreuz-Kapelle vor dem Obertor, eingepfarrt Döhlen, Minkwitz, Meinitz, Neudörfchen, Brösen, Tautendorf, Hasenberg, Gorschmitz, Röda und Lichtenhain. (Amtserbbuch von 1504, Kamprad S. 194). |
| 1517 | Tadel des Kurfürsten über den Prediger der Matthäi-Kirche Leisnig nach einer Beschwerde Leisniger Bürger. |