Draschwitz, Lkr. Leipzig.

HOVS
Schreibung: Droschenitz, Droschenytz, Droschinicz, Drozcinicz.
gepfarrt nach Zschoppach.

1286 verkaufte Mgf. Heinrich dem Kloster das Ober- und Niedergericht.
Diese Gerichte hatten dem Burggrafen von Döben gehört, der seine Auflassung bekundete. Die Burggrafschaft Döben war offenkundig schon in den Besitz der Markgrafen gekommen (nach Wikipedia 1286).
1289 bestätigte nach dem Tode von Mgf. Heinrich sein Enkel Mgf. Friedrich (der Freidige) die Besitzungen des Klosters, u.a. in Draschwitz.
1325 erfolgte eine Bestätigung durch Mgf. Friedrich II. (den Ernsthaften).
1327 verkaufte Heinrich von Warmoldisdorf dem Kloster Buch seine Lehnsgüter in Draschwitz, nachdem er sie den Herren von Colditz aufgelassen hatte.
1330 schenkte Bf. Withego von Meißen dem Kloster einen Zehnt in Draschwitz, den Johannes von Dewyn aufgelassen hatte. Bf. Withego war ein Sohn von Heinrich II. von Colditz. Es ist also kein Kirchenzehnt!
1333 verkaufte Bgf. Albero von Leisnig dem Kloster alle seine Rechte die er in der precaria von sieben Dörfern hatte, u.a. in Droschinicz. In der Tauschurkunde von 1332, in der der Burggraf diese Rechte vom Markgrafen erhält, wird Nauberg mit dem allod Stroczenicz genannt, wegen der sprachlichen Ähnlichkeit und der Lage möchte ich das auf Draschwitz beziehen.
1548 Eintrag Amt Kloster Buch
Ober- und Erbgericht Amt Kloster Buch.
8 besessene Mann, darunter 6 Anspanner, die sind alle dem Kloster Buch lehen- und zinsbar
[später korrigiert: 10 Mann, 5 Anspanner];
⎕ 16½ Hufen.

Äquidistantenkarte
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