Statuta 1203 (Canivez - Band I)

1 In festivitate Sancti Barnabae apostoli fiat sicut fieri solet in unius apostoli, excepto quod conversi laborabunt. Am Festtag des heiligen Barnabas, des Apostels, soll es so gehandhabt werden wie bei einem einzelnen Apostel, mit der Ausnahme, dass die Konversen arbeiten.
2 Quoniam ad solemnem audientiam generalis Capituli non exilis a domini Papae conquestio emanavit de quibusdam monachis Ordinis nostri quotidie ad ipsum cum fasciculis petitionum saecularium hominum adventantibus, statuitur tam firmiter quam utiliter ex hoc nunc et in posterum observandum, ut monachus vel conversus Ordinis nostri ad Curiam summi Pontificis accessurus, petitiones saecularium deferre secum aliquatenus non praesumat, nisi de licentia domini Cistercii, vel quatuor primorum abbatum, vel ad minus duorum fuerit hoc indultum. Quod si quis praesumpserit, a domo propria ad aliam Ordinis nostri remittatur, non revocandus in perpetuum, nisi per generale Capitulum. Da anlässlich der feierlichen Audienz des Generalkapitels nicht unerhebliche Beanstandungen seitens des Herrn Papstes über einige Mönche unseres Ordens geäußert wurden – jene, die täglich mit Bündeln weltlicher Bitten an ihn herantreten –, wird von nun an und künftig in gleicher Weise streng und zweckmäßig festgelegt, dass ein Mönch oder Konverse unseres Ordens, der an die Kurie des höchsten Pontifex herantreten will, sich keinesfalls von sich aus anmaßen darf, die weltlichen Bitten mitzuführen, es sei denn, er verfügt über die Genehmigung des Herrn von Cîteaux oder der vier Primaräbte, oder es liegt für mindestens zwei (Äbte) ein entsprechendes Indult vor. Sollte jemand diese Vorschrift missachten, so wird er von seinem eigenen Haus in ein anderes des Ordens versetzt, nur durch das Generalkapitel kann er zurückgerufen werden.
3 Abbates qui ab advocatis opprimuntur, archiepiscopis, episcopis conquerantur et nihil reddant ulterius advocatis, nec amodo conditione qua consueverant possessiones vel praedia a quibuscumque recipiant in confusionem Ordinis, et indebitae servitutis argumentum. Qui aliter egerint, a patribus abbatibus absque ulla retractatione deponantur. Äbte, die von Advokaten bedrängt werden, sollen von den Erzbischöfen und Bischöfen zur Rede gestellt werden und den Advocaten darüber hinaus keinerlei Zugeständnisse machen. Ferner sollen sie nicht, in der gewohnten Weise, Besitzungen oder Ländereien von jedermann annehmen, wenn dadurch die Ordnung des Ordens verwirrt wird oder ein für unzulässige Knechtschaft geschaffen wird. Wer in dieser Hinsicht anders verfahren hat, soll von dem Vaterabt ohne Möglichkeit zur Rücknahme abgesetzt werden.
4 Abbates de Fulientio, de Villa longa, de Calertio, de Gimundo et de Gondon, qui hoc anno non venerunt ad Capitulum omni sexta feria sint in pane et aqua et extra stallum maneant donec Cistercio se praesentent. Die Äbte von Les Feuillants, von Villelongue, Calers, Gimont und von Gondon, die in diesem Jahr nicht zum Kapitel erschienen sind, seien jeden Freitag bei Brot und Wasser und extra stallum, bis sie sich in Cîteaux einfinden.
5 Petitio archiepiscopi Cantuariensis de abbatia construenda, committitur abbatibus de Strafort et de Quarraria, qui accedant ad locum, diligenter considerantes situm loci, quid super hoc eis visum fuerit, ad audientiam sequentis Capituli relaturi. Abbas de Quarraria abbati de Strafort studeat nuntiare. Der Antrag des Erzbischofs von Canterbury betreffend der zu errichtenden Abtei wird den Äbten von Stratford Langthorne und von Quarr anvertraut. Diese sollen den betreffenden Ort aufsuchen und unter sorgfältiger Berücksichtigung seiner Lage feststellen, was darüber als angebracht erscheint, und es beim nachfolgenden Kapitel vorzutragen. Der Abt von Quarr wird es dem Abt von Stratford melden.
6 Abbates de Bohemia qui hoc anno non venerunt ad Capitulum, sequenti Capitulo se praesentent, rationem quare non venerunt reddituri. Et hoc eis nuntiet abbas Ebroensis. Die Äbte aus Böhmen, die in diesem Jahr nicht zum Kapitel erschienen sind, sollen sich beim nächsten Kapitel einfinden und eine Erklärung dafür abgeben, weshalb sie nicht erschienen sind. Dies wird ihnen vom Abt von Ebrach mitgeteilt.
7 Abbas de Quinquesodes qui litteras detulit ad Capitulum contra formam Ordinis continentes, tribus diebus sit in levi culpa, uno eorum in pane et aqua, et caveant ceteri ne poenam similem, si modo simili deliquerint, sortiantur. Der Abt von Coggeshall, der dem Kapitel Briefe übermittelt hat, in denen die Ordnung des Ordens beanstandet wird, soll für drei Tage in leichter Schuld sein; an einem dieser Tage bei Brot und Wasser, und die übrigen sollen beachten, dass sie, falls sie in ähnlicher Weise verfahren, eine vergleichbare Strafe erhalten werden.
8 Querimonia grangiae de Cocanario in qua non est convenienter provisum abbatibus venientibus in Capitulum, committitur abbati de Bonavalle, qui factum istud non sustineat impunitum, sed digne corrigat et emendet. Die Klage über die Grangie von Cocanario, in der für die zum Kapitel kommenden Äbte keine angemessene Regelung getroffen wurde, wird dem Abt von Bona valle anvertraut. Dieser hat den Vorfall nicht ungesühnt zu lassen, sondern würdig zu berichtigen und in Ordnung zu bringen. (Zuordnung unsicher, siehe Bonnevaux)
9 Abbas de Sitic qui non venit ad Capitulum cum venire deberet, extra stallum abbatis maneat et omni sexta feria sit in pane et aqua, donec Cistercio se praesentet, et in sequenti Capitulo nihilominus reversurus. Abbas pater hoc ei denuntiet. Der Abt von Sittich, der – obwohl er erscheinen sollte – nicht zum Kapitel gekommen ist, soll extra stallum sein und jeden Freitag bei Brot und Wasser, bis er sich in Cîteaux zeigt. Trotzdem hat er zum nächsten Kapitel zu kommen. Dies soll ihm sein Vaterabt kundtun.
10 Abbas de Valle salutis qui hoc anno venire contempsit ad Capitulum, cum de mandato generalis Capituli venire deberet, ante octavam Pentecostes Cistercium veniatet interim extra stallum suum maneat, et omni sexta feria sit in pane et aqua, donec Cistercio se praesentet, et ibidem sit in levi culpa tribus diebus. Abbas Sanctae-Mariae in Hibernia hoc ei denuntiet. Der Abt von Baltinglass, der in diesem Jahr sein Erscheinen zum Kapitel, obwohl es ihm im Auftrag des Generalkapitels geboten war, missachtete, hat sich vor der Oktav von Pfingsten nach Cîteaux zu begeben, in der Zwischenzeit soll er extra stallum sein, jeden Freitag bei Brot und Wasser, bis er sich in Cîteaux zeigt, und zudem dort drei Tage in leichter Schuld zu verbleiben. Dies wird ihm der Abt von Saint Mary's Abbey (Dublin) melden.
11 Negotium de Scala Dei et de Sacramenia iterum committitur abbati Morimundi. Die Angelegenheit betreffend L’Escaladieu und Sacramenia wird erneut dem Abt von Morimond anvertraut.
12 Querimonia quae habetur adversus comitem Willermum qui crudeliter saevit in Ordinem, domino Cistercii committitur qui dictum comitem super hoc conveniat, et ad emendationem diligenter moneat et inducat, nisi mitius egerit, domino Papae super eiusdem iniuriis conquesturus, et interim nihil detur ipsi comiti ab iis qui habent calderias absque concessu domini Cistercii. Die Klage, die gegen den Grafen Willermus erhoben wird – welcher im Orden grausam wütet – wird dem Herrn von Cîteaux anvertraut, der über diesen Grafen in der Sache zu befinden hat und ihn zur bessern Ordnung sorgfältig ermahnen und zurechtweisen soll, sofern er nicht milder gehandelt hat. Andernfalls wird er bei dem Herrn Papst wegen derselben Ungerechtigkeiten Klage erheben, und unterdessen darf dem genannten Grafen von jenen, die im Besitz von calderia sind, nichts ohne die Genehmigung des Herrn von Cîteaux gewährt werden.
13 Ad querimoniam domini regis Franciae de monachis vel conversis negotia guerrarum procurantibus, statuimus quod extra regnum pro quo laborant, ad aliquam domum Ordinis nostri emittantur, numquam ad domos proprias, nisi ad nutum generalis Capituli revocandi. Abbas autem qui hoc procuraverit aut per se fecerit, extra stallum suum maneat et omni sexta feria sit in pane et aqua, usque ad sequens Capitulum super hoc veniam in eodem Capitulo petiturus. Bezüglich der Klage des Königs von Frankreich über die Mönche oder Konversen, die Kriegsangelegenheiten betreuen, bestimmen wir, dass sie – außerhalb des Königreichs, für das sie tätig sind – in ein anderes Haus unseres Ordens einzuweisen sind und niemals in ihre eigenen Häuser zurückkehren dürfen, es sei denn auf Anweisung des Generalkapitels. Der Abt, der diese Maßnahme veranlasst oder selbst vorgenommen hat, hat hingegen extra stallum zu bleiben und jeden Freitag bei Brot und Wasser zu leben, bis er beim nächsten Kapitel um Vergebung in dieser Angelegenheit bittet.
14 Abbates Ordinis nostri in quorum oratoriis scuta dependent, provideant ut quam citius amoveantur et ab octava Sanctorum Omnium sint in pane et aqua si ex tunc digne non fuerit emendatum. Die Äbte unseres Ordens, in deren Oratorien Schilde hängen, haben zu veranlassen, dass diese so rasch wie möglich entfernt werden und – ab der Oktave von Allerheiligen – bei Brot und Wasser zu sein, sofern sich deren Zustand bis dahin nicht würdig gebessert hat.
15 De monachis Cisterciensibus qui hoc anno in Anglia solverunt decimas, committitur domino Cistercii qui digne corrigat et emendet. Die Angelegenheit betreffend die Zisterzienser, die in diesem Jahr in England Zehnten entrichtet haben, wird dem Herrn von Cîteaux anvertraut, der sie würdig berichtigen und in Ordnung bringen soll.
16 Petitio abbatis a Campi-Sanctae-Mariae de abbatia construenda, committitur abbatibus Campensi et Bergensi, qui accedentes ad locum diligenter inquirant et considerant si locus ad abbatiam construendam suffciat et quod invenerint sequenti Capitulo generali nuntient. Der Antrag des Abtes von Marienfeld bezüglich der zu errichtenden Abtei wird den Äbten von Kamp und Altenberg anvertraut. Diese haben den betreffenden Ort sorgfältig aufzusuchen und zu prüfen, ob er für den Bau einer Abtei geeignet ist, und was sie dabei feststellen, dem nächsten Generalen Kapitel zu berichten. (Marienfeld hatte keine filia.)
17 Querela abbatis Sancti-Andreae et de Ripa alta, committitur abbatibus de Columba et de Coronato et de Caravalle, iudicio vel compositione terminanda. Abbas de Caravalle hoc eis denuntiet. Die Klage der Äbte von Sestri Ponente und Ripalta di Puglia wird den Äbten von Chiaravalle della Colomba, von Morimondo und von Chiaravalle Milanese zur abschließenden Entscheidung oder Einigung anvertraut. Der Abt von Chiaravalle wird ihnen dies kundtun.
18 Monachis et conversis de Anglia interdicitur ne bini et bini in una scutella comedant, tam in grangiis quam in infirmitoriis, ne levitatem vel dissolutionem redoleat, et in hoc videantur a saecularibus non differre. Transgressores in capitulo veniam petant et vapulent, et tribus diebus sint in pane et aqua. De cyphis argenteis vel in quibus habentur pedes argentei vel pomelli interdicitur, nihilominus, ne in abbatiis vel grangiis abbatibus vel monachis eiusmodi propinetur. Qui secus egerint, tribus diebus sint in levi culpa, tam qui biberint, quam qui in eis praesumpserint ministrare. Mönchen und Konversen aus England ist es untersagt, paarweise aus derselben Schüssel zu essen – sowohl in den Grangien als auch in den Infirmerien –, damit nicht der Eindruck von Leichtsinn oder Ausschweifung erweckt wird und sie in dieser Hinsicht nicht von den Laien abzuweichen scheinen. Übeltäter sollen im Kapitel um Vergebung bitten und Buße tun, und sie sollen drei Tage nur von Brot und Wasser leben. Auch die Verwendung silberner Becher – oder solchen, die silberne Füße oder Pommeln haben – ist verboten, damit diese nicht in Abteien oder Grangien von Äbten oder Mönchen dieser Art bereitgestellt werden. Wer dagegen verfahren hat, soll drei Tage in leichter Schuld sein, sowohl diejenigen, die getrunken haben, als auch jene, die vorgaben, in deren Dienst zu stehen.
19 Abbates de Anglia si multitudo hospitum supervenerit, possunt et debent reficere cum conventu. Si autem cum hospitibus contingat eos prandium vel coenam facere, provideant et procurent ne nimis protrahant horam illam, et si forte protraxerint, ut saltem refectionem servitorum non excedant. Sollten bei den Äbten in England viele Gäste anwesend sein, können und müssen sie gemeinsam mit der Gemeinschaft speisen. Wenn es jedoch dazu kommt, dass sie mit den Gästen Mittag- oder Abendmahl einnehmen, so haben sie dafür zu sorgen und zu veranlassen, dass diese Mahlzeit nicht allzu sehr in die Länge gezogen wird, und falls sie sich doch verzögert, dass sie zumindest nicht über die für die Diener bestimmte Zeit hinausgeht.
20 Abbas de Scala Dei qui contra formam Ordinis iuramentum praestitit et ostagium fecit, et iuramento non stetit, et monachos suos compulit ad iurandum nec non et abbatem filium suum in extremis agentem deposuit, deponitur in instanti. Der Abt von L’Escaladieu, der entgegen der Ordnung des Ordens einen Eid abgelegt und ein ostagium verrichtet hat, dabei seinem Eid nicht treu blieb, seine Mönche zum Eid nötigte und zudem den Abt seiner filia absetzte, wird mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben.
21 Ipse autem provideat ut ad observationem iuramenti revertatur in ostagium et domus de Scala Dei in victu provideat et vestitu, et ante Natale Domini pacem faciat eadem domus de Scala Dei et satisfaciat creditori. Der Betreffende soll ferner veranlassen, dass er zur Einhaltung des Eides zurückkehrt, und dass das Haus von L’Escaladieu mit Nahrung und Kleidung versorgt wird. Zudem hat er noch vor Weihnachten den Frieden in eben jenem Haus von L’Escaladieu zu stiften und dem Gläubiger seine Forderung zu befriedigen.
22 De abbate de Monte salutis qui dum adhuc esset monachus sub abbate de Scala Dei, praestitit iuramentum, et post promotus est in abbatem, committitur abbatibus Morimundi et de Bolbona, et de Bella pertica, qui, facta diligenti inquisitione, utrum abbas ille iuramento suo steterit an non; quod viderint emendandum digne corrigant et emendent; et de monachis Scalae Dei qui iurasse dicuntur eisdem committitur quod deliquerunt, emendandum. Bezüglich des Abtes von Monsalud, der – als er noch Mönch unter dem Abt von L’Escaladieu war – einen Eid abgelegt hat und nach seiner Beförderung zum Abt steht, wird die Sache den Äbten von Morimond, Boulbonne und Belleperche anvertraut. Diese sollen durch sorgfältige Untersuchung feststellen, ob jener Abt seinem Eid treu geblieben ist oder nicht, und das, was sie als berichtenswert erachten, würdig berichtigen und in Ordnung bringen. Ferner wird den Mönchen von L’Escaladieu, von denen gesagt wird, dass sie einen Eid abgelegt haben, aufgetragen, ihre Verfehlungen zu berichtigen.
23 Abbas de Alpibus qui litteras quarum tenorem non noverat accepit et propter hoc etiam compulsus est similes referre litteras ab eo cui primas detulerat, sex diebus sit in levi culpa, duobus eorum in pane et aqua; et similia de cetero non praesumat. Der Abt von Aulps, der Briefe angenommen hat, deren Inhalt er nicht kannte, und infolgedessen gezwungen war, von demjenigen, der ihm die ursprünglichen Briefe vorgelegt hatte, gleichartige Schreiben zu retournieren, soll sechs Tage in leichter Schuld sein – an zwei dieser Tage bei Brot und Wasser –, und Ähnliches soll er sich künftig nicht anmaßen.
24 Abbas de Reuna qui contra auctoritatem Regulae clericum benedixit, tempore probationis non expectato, quia mendacio suo se fuisse monachum dictus clericus asserebat, sex diebus sit in levi culpa, duobus eorum in pane et aqua. Monachus autem quia mendacio suo benedictionem obtinuit, stet in benedictione sua, sit tamen ultimus per annum, gravem culpam sustineat, et omni sexta feria sit in pane et aqua, nisi grandis solemnitas vel infirmitas dispensationem exegerit, nec ei per annum liceat equitare. Der Abt von Rein, der entgegen der Autorität der Regel einem Kleriker den Segen erteilt hat – und zwar zu einem Zeitpunkt außerhalb der vorgesehenen Bewährungszeit, weil der betreffende Kleriker fälschlicherweise behauptete, er sei ein Mönch gewesen –, soll sechs Tage in leichter Schuld sein, an zwei dieser Tage bei Brot und Wasser. Der Mönch, der durch seine Falschaussage den Segen erlangt hat, soll zwar bei seinem Segen verbleiben, aber als Letzter ein Jahr in schwerer Schuld sein und an jedem Freitag ausschließlich bei Brot und Wasser, es sei denn, eine große Feierlichkeit oder Krankheit erfordere eine Dispensation. Außerdem ist ihm im Laufe des Jahres das Reiten untersagt.
25 Abbas de Molebrun qui ante tempus annuae probationis novitium benedixit per annum extra stallum abbatis maneat, nec benedicat novitios, et omni sexta feria sit in pane et aqua, et cum ipse secundum rigorem Ordinis deponi in instanti mereretur, per misericordiam tamen ei parcitur in praesenti, tum propter grave scandalum quod inde posset Ordini provenire, tum quia fere per triennium in eadem domo mansit. Verum ne tantum malum trahatur in consequentiam, statuimus ut qui super hoc facto tam enormi de cetero deliquerit, absque omni retractatione deponatur. Der Abt von Maulbronn, der die Novizen vor Ablauf der vorgesehenen jährlichen Bewährungszeit gesegnet hat, soll für ein Jahr extra stallum sein und die Novizen nicht segnen. An jedem Freitag ist er bei Brot und Wasser. Falls er sich gemäß der Strenge des Ordens einer sofortigen Absetzung schuldig gemacht haben sollte, wird ihm aus Barmherzigkeit vorerst nachgesehen – sowohl wegen des schweren Skandals, den er für den Orden hätte verursachen können, als auch weil er fast drei Jahre in demselben Haus verweilt hat. Damit jedoch nicht ein noch größeres Unheil daraus erwächst, bestimmen wir, dass wer in dieser Angelegenheit noch weiteres derart schweres Fehlverhalten begeht, ohne dass eine Rücknahme möglich ist, abgesetzt wird.
26 Abbas de Arthuse qui in confusionem, immo dissipationem Ordinis, in domo ipsius militem benedixit novitium, cum derisio potius videatur quam benedictio, deponitur in instanti. Miles autem cuius huiusmodi facta est benedictio, probationem suam in cella novitiorum exequatur, benedictionem post anni circulum accepturus et ne tam enormis in Ordine subrepat dispensatio, praecipitur districtius ut transgressores huiusmodi depositionis sententiam excipiant, non nisi per generale Capitulum promovendi. Der Abt von Acey, der inmitten der Verwirrung – ja, gar der Auflösung – des Ordens in seinem eigenen Haus einen Ritter als Novizen gesegnet hat, wobei dies eher als Spott denn als Segen erscheint, wird mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Der betreffende Ritter, dem ein solcher Segen widerfahren ist, hat seine Bewährungszeit in der Novizenzelle zu absolvieren und den Segen nach dem Jahreskreis zu empfangen. Damit nicht eine derart enorme Dispensation im Orden gewährt wird, wird ihm ausdrücklich befohlen, den Urteilsspruch über diese Absetzung zu akzeptieren – eine Änderung sei nur durch das Generalkapitel möglich.
27 Abbates qui non solverunt quod promissum est ad usus terrae Ierosolymitanae, vel in presenti procurent reddere vel in Divione, alioquin nisi usque ad Natale Domini ex integro Cistercio persolverint, ex tunc abbas, prior et cellerarius non celebrent, et omni quarta et sexta feria sint in pane et aqua. Illi tamen de Apulia, de Hungaria de Polonia, de Suetia, de Hibernia, de Wallia, de Dacia, de Portugallia, de Gallicia, de Hispania, de Tuscia, tantum excipiuntur, qui tamen usque ad sequens Capitulum totum persolvant; alioquin poena quam praediximus puniantur. Et quia scimus quod illae oblationes iam factae, ad solvendam pecuniam quam promisimus ad subventionem terrae illius non suffciunt, sequenti anno abbates ad Capitulum venientes sic veniant praemuniti ut quod superaddere necesse fuerit in continenti fieri possit. Die Äbte, die den versprochenen Betrag für die Nutzung des Landes Jerusalem nicht beglichen haben, weder hier noch in Dijon, und die bis Weihnachten nicht den vollen, an Cîteaux zu entrichtenden Betrag geleistet haben, sollen von da an weder als Abt, noch als Prior oder Cellerar zelebrieren dürfen; außerdem sollen sie an jedem Mittwoch und Freitag ausschließlich von Brot und Wasser leben. Ausgenommen hiervon sind jedoch jene aus Apulien, Ungarn, Polen, Schweden, Irland, Wales, Dacia, Portugal, Galizien, Spanien und Toskana, die bis zum nächsten Kapitel den gesamten Betrag entrichten. Andernfalls sollen sie mit der bereits angekündigten Strafe bestraft werden. Da wir zudem wissen, dass die bereits geleisteten Gaben nicht ausreichen, um den versprochenen Unterstützungsbeitrag für jenes Land zu decken, sollen die Äbte, die im folgenden Jahr zum Kapitel erscheinen, so vorbereitet sein, dass alles, was zusätzlich entrichtet werden muss, in die fortlaufende Abrechnung eingerechnet werden kann.
28 Abbati Fontis vivi praecipitur ut domui Sancti-Iusti cuius est pater, usque ad festum sancti Andreae, personam quam viderit expedire praeficiat in abbatem, et monachus qui ibidem abbatizat amoveatur, ne per ipsum, si moram fecerit in loco, non tenuis scandalorum materia suscitetur; ad domum aliam Ordinis nostri transmittatur. Dem Abt von Fontevivo wird befohlen, dass er das Haus von San Giusto in Tuscania, dessen Vater er ist, bis zum Fest des heiligen Andreas betreut. Sobald er eine Person als geeignet erkennt, soll er diese zum Abt ernennen und den Mönch, der dort als Abt fungiert, entfernen – damit durch dessen Verweilen nicht ein Skandal, wenn auch nur geringfügiger Art, entsteht. Dieser Mönch ist in ein anderes Haus unseres Ordens zu überstellen.
29 De abbate Cadunii qui suas hoc in anno non visitavit filias, committitur abbati Pontiniaci, ut haec abbatis supradicti negligentia per ipsum ferventius emendetur. Der Abt von Cadouin, der in diesem Jahr seine filiae nicht besucht hat, wird dem Abt von Pontigny anvertraut, damit jene durch die Nachlässigkeit des eben genannten Abtes von ihm selbst energischer berichtigt werden.
30 Supplicetur domino Papae quatenus novo vulneri Ordinis nostri medelam provideat competentem, ne videlicet pro debitis Pontisalti vel etiam domus alterius, ceteri qui sunt de Ordine nostro debeant aliquatenus pignorari. Der Herr Papst soll ersucht werden, dass er für die neue Wunde unseres Ordens das angemessene Heilmittel bereitstellt, damit nicht – infolge der Schulden von Pontaut oder gar eines anderen Hauses – die übrigen, die aus unserem Orden Verbindlichkeiten haben, zum Teil als Pfand einbehalten werden.
31 Scribatur etiam archiepiscopo Auxitanensi et Aquensi episcopo, quatenus ob amorem totius Ordinis et reverentiam istud humiliter supplicantis obnixe satagant ne creditores domus Alti pontis de cetero viros Ordinis nostri per partes illas transitum facientes praesumant, aliquatenus pignorare. Es soll auch dem Erzbischof von Auxitanien und dem Bischof von Aquitanien schriftlich mitgeteilt werden, dass sie – aus Liebe zum gesamten Orden und in Ehrfurcht vor dem demütig Bittenden – sich eifrig bemühen, dass die Gläubiger des Hauses Pontaut nicht den Eindruck gewinnen, dass die übrigen Männer unseres Ordens, welche den Übergang dieser Anteile vornehmen, etwas als Pfand zurückbehalten.
32 Abbatibus de Quoquesale et de Brueria, committitur causa quae vertitur inter abbatem de Wesburne et abbatem de Thamme, mediante concordia vel iudicio decidenda. Die Sache, die sich zwischen dem Abt von Woburn und dem Abt von Thame abspielt, wird den Äbten von Coggeshall und Bruern anvertraut und soll mittels Einvernehmen oder richterlicher Entscheidung beigelegt werden.
33 Petitio domini Willermi, mareschalli regis Angliae, de abbatia construenda, committitur abbati de Stoquella et abbati de Portu-Sanctae-Mariae, ut locum adeant, et consideratis loci commoditatibus et suffcientiis et quod ibidem invenerint, sequenti Capitulo nuntient aut procurent per aliquos nuntiari. Die Anfrage des Herrn Willermus, Marschall des Königs von England, bezüglich des Baus einer Abtei wird dem Abt von Stoquella und dem Abt von Dunbrody anvertraut, damit sie den betreffenden Ort aufsuchen, dessen Vorzüge und Eignung prüfen und dem nächsten Kapitel darüber Bericht erstatten oder diesen über Boten in Kenntnis setzen.
34 Abbati Claraevallis committitur ut inquisitione sollicita praecurrente, de monacho illo qui, transacto Capitulo, ab abbatia comitissae Britanniae est amotus si viderit expedire, et Ordinis honori competere, promoveri concedat. Dem Abt von Clairvaux wird anvertraut, dass er – nach einer sorgfältigen vorausgehenden Untersuchung – über den Mönch zu befinden hat, der nach dem abgehaltenen Kapitel von der Abtei der britischen Gräfin verlegt worden ist. Falls er es für angebracht hält und als dem Ansehen des Ordens dienlich erachtet, soll er ihm die Beförderung gewähren.
35 Petitio domini Ioelli de Armene pro abbatia construenda committitur abbati de Buzeio et abbati de Meleio, ut accedentes ad locum, videant si fuerit opportunus, sequenti Capitulo quod invenerint relaturi. Die Anfrage des Herrn Ioelli de Armene bezüglich des Baus einer Abtei wird dem Abt von Buzay und dem Abt von Melleray anvertraut, damit sie den Ort aufsuchen und – sofern er als geeignet befunden wird – dem nächsten Kapitel über ihre Erkenntnisse berichten.
36 Petitio abbatis de Roseriis pro abbatia construenda in Venetia, committitur abbati Morimundi et abbati de Fulina, ut considerato loco, sequenti Capitulo renuntient, si locus idem sufficientia qua expedit muniatur, ut abbatiae construendae idoneus habeatur. Die Anfrage des Abtes von Rosières betreffend den Bau einer Abtei in Venetien wird den Äbten Morimond und Les Feuillants anvertraut. Diese haben den Ort zu begutachten und dem nächsten Kapitel mitzuteilen, ob dieser mit der erforderlichen Ausstattung so geeignet erscheint, dass er als Standort für den Bau einer Abtei in Betracht gezogen werden kann.
37 Abbas de Ameslonborne qui nova praesumptione sub diversis temporibus citra anni circulum integraliter evolutum tres novitios benedixit, quod omnino sanctae series Regulae noscitur inhibere, adeat Morimundum et ibi se habeat ad mandatum abbatis Morimundi. Der Abt von Amelungsborn, der erneut in Selbstüberschätzung zu verschiedenen Zeiten innerhalb eines Jahreszyklus drei Novizen gesegnet hat – was als völlige Behinderung der heiligen Ordnung der Regel angesehen wird –, soll nach Morimond gesandt werden und sich dort dem Mandat des Abtes von Morimond unterstellen.
38 Abbas de Lamnas qui, dimisso conventu, zelum scientia in hoc minime apprehendens, se reclusit, ad Ordinem revertatur. Quod si renuerit, ab Ordinis participio secludatur. Der Abt von Lanvaux, der nach Auflösung des Konvents seinen Eifer und das nötige Verständnis in dieser Angelegenheit offenbar nicht gezeigt und sich zurückgezogen hat, soll in den Orden zurückkehren. Falls er dies verweigert, wird er aus der Gemeinschaft des Ordens ausgeschlossen.
39 Abbas de Waldebrac qui non venit ad Capitulum cum venire deberet, extra stallum suum maneat, et omnibus sextis feriis sit in pane et aqua, donec Cistercio se repraesentet, et abbas de Sancta-Cruce hoc ei nuntiet. Der Abt von Walderbach, der – obwohl er erscheinen sollte – nicht zum Kapitel gekommen ist, sei extra stallum und an allen Freitagen bei Brot und Wasser, bis er sich in Cîteaux vorstellt. Der Abt von Heiligenkreuz wird ihm dies mitteilen.
40 De abbati Maceriarum, cuius in domo abbatibus venientibus ad Capitulum in quorum pabulo praecipue minori fuit sufficentia ministratum, abbati de Firmitate committitur ut si ita fuerit, per ipsum corrigatur districte, ita ut Maceriensis et abbates alii ad hac sibi culpa in futuro debeant praecavere. Bezüglich des Abtes von Maizières, in dessen Haus bei den zum Kapitel erscheinenden Äbten insbesondere die Verpflegung als unzureichend beurteilt wurde, wird die Angelegenheit dem Abt von La Ferté anvertraut. Falls sich dies bestätigt, soll er streng korrigierend eingreifen, sodass der Abt von Mazieres und die übrigen Äbte künftig vorsichtig sein und ähnliche Mängel vermeiden sollen.
41 Abbatibus de Melone et Armentaris praecipitur ut quantocius poterint, ad domum de Fenalia accedere non morentur, ibidem sollicite perscrutantes qui fuerint illi qui abbati eiusdem domus ad Capitulum venire volenti per insolitam insolentiam equos abstulerint, et impensas, et quos invenerint in hoc casu praesumptuosius excessisse usque ad tres personas pedes apud Cistercium non paveant destinare ibidem se ad Domini Cistercii arbitrium habituros, et reliquos qui minus excesserint poena qua eis visum fuerit, et feriant et castigent; et quod inde statuerint, sequenti Capitulo manifestent, aut per bonum nuntium faciant manifestum. Abbas autem praedictae domus veniat ad sequens Capitulum ut debet. Den Äbten von Melón und Armenteira wird aufgetragen, sich so schnell wie möglich ohne Verzögerung zum Haus von Fiães zu begeben und dort sorgfältig zu untersuchen, wer diejenigen waren, die dem Abt dieses Hauses durch ungewöhnliche Anmaßung die Pferde und Geld entwendet haben, als er zum Kapitel kommen wollte. Diejenigen, die sie in diesem Fall als die größten Übeltäter identifizieren, dürfen sie – bis zu drei Personen – zu Fuß nach Cîteaux schicken, damit sie sich dort dem Urteil des Herrn von Cîteaux stellen. Die übrigen, die weniger schwer gefehlt haben, sollen nach dem Ermessen der Äbte bestraft und zurechtgewiesen werden. Was sie diesbezüglich beschließen, sollen sie dem nächsten Kapitel mitteilen oder durch einen verlässlichen Boten übermitteln. Der Abt des besagten Hauses jedoch soll, wie es sich gehört, zum nächsten Kapitel erscheinen.
42 Querimonia quae vertitur inter abbatem de Parcolude et abbatem Mellifontis super abbatia repetenda de Valle salutis, committitur abbati Claraevallis ut tales executores provideat, qui causam ipsam examinent diligenter, et processum causae notificent Capitulo subsequenti. Die Klage, die sich zwischen dem Abt von Louth Park und dem Abt von Mellifont über die Wiedererlangung der Abtei Baltinglass dreht, wird dem Abt von Clairvaux anvertraut, damit er geeignete Vollstrecker bestimmt, die den Sachverhalt sorgfältig untersuchen und den Fortgang der Sache dem nachfolgenden Kapitel mitteilen.
43 Querimonia quae vertitur inter abbatem de Alpibus et abbatem Stamedii super quadam pecunia quam reposcit abbas Alpensis, committitur abbatibus de Alta comba et de Sancto-Sulpitio, ut per eos eadem causa perpetuo sopiatur, ne in reliquum super ea clamor in generali Capitulo audiatur. Die Klage, die sich zwischen dem Abt von Aulps und dem Abt von Tamié hinsichtlich einer bestimmten Geldsumme dreht, die der Abt von Aulps einfordert, wird den Äbten von Hautecombe und von Saint-Sulpice anvertraut. Diese haben dafür zu sorgen, dass diese Angelegenheit dauerhaft geregelt wird, damit in Zukunft über sie im Generalkapitel kein weiterer Aufruhr entsteht.
44 Conceditur abbati Speciosae vallis ut in grangia illa de qua Capitulum generale toties est pulsatum, quingentas oves cum agnis usque ad festum sancti Andreae habeat et ex tunc, agni ad pasturas alias emittantur, quingentis ovibus in loco remanentibus usquequaque. Dem Abt von Schöntal wird gestattet, in jener Grangie, in der das Generalkapitel häufig getagt hat, bis zum Fest des heiligen Andreas fünfhundert Schafe samt Lämmern zu halten. Ab dann sollen die Lämmer an andere Weideplätze vergeben werden, während fünfhundert Schafe an Ort und Stelle verbleiben.
45 Depositum de Oratorio eis qui deposuerant sufficienti cautione resignatur. Das hinterlegte Depositum von Le Loroux, das von jenen deponiert wurde, wird unter Vorlage ausreichender Kaution freigegeben.
46 Petitio Eudonis de Ponte, de abbatia construenda differtur ad praesens. Die Anfrage des Eudonus de Ponte zum Bau einer Abtei wird vorerst vertagt.
47 Petitio pro cruce signatis revocandis ad domos proprias nullatenus exauditur. Die Bitte um Rücknahme der mit Kreuzen versehenen Gegenstände, die an die eigenen Häuser zurückgegeben werden sollen, wird keineswegs erhört.
48 Petitio regis Walliae pro abbatia construenda, committitur abbatibus de Margan et de Biduals, ut inquirant sollicite quibus suffcientiis intendat idem rex construere abbatiam, et quod invenerint, renuntient Capitulo subsequenti. Die Bitte des Königs von Wales zum Bau einer Abtei wird den Äbten von Margam und von Buildwas anvertraut. Diese haben sorgsam zu ermitteln, mit welchen Mitteln derselbe König beabsichtigt, eine Abtei zu errichten, und was sie dabei feststellen, dem nachfolgenden Kapitel mitzuteilen.
49 Querimonia quae vertitur inter abbatem de Dora et mercatorem hominem domini Willermi de Braosa, committitur abbatibus de Margan et de Quinquesude, compositione vel iudicio terminanda. Die Klage zwischen dem Abt von Dore und dem Kaufmann des Herrn Willermi de Braosa wird den Äbten von Margam und von Coggeshall anvertraut, damit sie diese Sache durch Vergleich oder richterliche Entscheidung beilegen.
50 De converso Tutae vallis qui fratrem suum casu miserabili interfecit, et se spontanea voluntate inclusit, committitur domino Cistercii, ut circa eum, si viderit expedire habeat dispensare. Bezüglich des Konversen aus Tvis, der seinen Bruder durch ein unglückliches Ereignis getötet und sich aus freiem Willen einschließen ließ, wird die Sache dem Herrn von Cîteaux anvertraut, damit er – sofern er es für angebracht hält – über ihn eine entsprechende Dispensation erteilt.
51 Abbas de Stafarda quoniam patri suo inobediens noscitur extitisse, de non emittendo monacho, et qui quosdam monachos et conversos ad se missos, non retinuit, sed dimisit, tribus diebus in domo sua sit in levi culpa, uno eorum in pane et aqua, et eidem poenae apud Civitatulam quam offendit pluries subiaceat. Monachus autem qui dicitur Daniel apud Civitatulam mittatur et non equitet, et ad propriam domum non redeat nisi per licentiam generalis Capituli. Da bekannt geworden ist, dass der Abt von Staffarda seinem Vaterabt ungehorsam gewesen sein soll – weil er einen Mönch nicht entlassen und gewisse Mönche sowie Konversen, die zu ihm geschickt wurden, nicht festgehalten, sondern entlassen hat – soll er drei Tage in seinem Haus in leichter Schuld sein, an einem davon bei Brot und Wasser. Zudem soll ihm dieselbe Strafe auferlegt werden, die er bei Tiglieto mehrfach zu verantworten hatte. Ein Mönch, der Daniel genannt wird, soll in Tiglieto eingesetzt werden; er darf nicht reiten und auch nicht in sein eigenes Haus zurückkehren, es sei denn, er verfügt über die Erlaubnis des Generalkapitels.
53 Item novitii in refectorio comedentes, dicente lectore Tu autem, egrediantur et eant in cellam suam ibi gratias suas persolventes. Ebenfalls sollen die Novizen, die im Refektorium essen, sobald der Lektor mit den Worten Tu autem spricht, hinausgehen und in ihre Zellen zurückkehren, wo sie dann ihre Danksagungen darbringen.